Über Funk kann man von einem Computer aus gebührenfrei Daten mit anderen CB-Funkern austauschen.
Die CB-Kanälen 6, 7, 24, 25, 52, 53, 76, 77 sind für die Datenfunk freigegeben.
Datenfunk auf diesen Kanälen darf betrieben werden in den Betriebsarten F1D, F2D und G2D (Frequenz- und Phasenmodulation, FSK bzw. AFSK).
Es dürfen jedoch nur Geräte verwendet werden, die für den Anschluss beliebiger Zusatzmikrofone zugelassen sind.
Im Amateurfunk hat die digitale Datenübertragung schon vor einigen Jahren eine
technische Revolution ausgelöst.
Packet-Radio wurde 1981 in Tucson Arizona erstmals vorgestellt. Eine Gruppe von Funkamateuren hatte ein Verfahren entwickelt, mit dem man auf einfache Art Daten
per Funk übertragen kann.
Es wurden Verfahren und Geräte entwickelt, die speziell für die
Funk-Datenübertragung geeignet sind und mit sehr geringem Aufwand an jedes
Funkgerät angeschlossen werden können. Es hat sich gezeigt, dass das international weit verbreitete Packet-Radio für diese Zwecke optimal eingesetzt werden kann.
Im CB-Funk hat sich Packet-Radio mit 1200 Baud als optimal erwiesen , das entspricht ca. 150 Zeichen pro Sekunde. Es gibt inzwischen viele Stationen, die über Packet-Radio erreichbar sind. Außerdem kann man in vielen Digipeatern und Mailboxen interessante Nachrichten auslesen und auch Nachrichten an andere Funkfreunde speichern.
Sicherlich, mit Computer und Packet-Radio zu arbeiten ist nicht so einfach, wie nur die Sprechtaste eines Mikrofons zu drücken.
Wollen Sie wissen, was man mit Packet-Radio alles machen kann?
Dann probieren Sie einmal Packet-Radio aus! Sie werden sehen, dass die Möglichkeiten fast unerschöpflich sind.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung. Sollten Sie sich für Packet-Radio-Controller oder Modems interessieren, dann schauen Sie doch mal in unseren Shop um. Hier finden Sie auch ein komplettes Zubehörprogramm.
Was ist Packet-Radio?
Packet-Radio ist ein Verfahren, mit dem man über Funk Daten senden und empfangen kann. Die Daten werden meist über einen Computer eingegeben, der Packet-Radio-Controller erzeugt daraus Töne, die per Funk übertragen werden können. Der Packet-Radio-Controller der Gegenstation empfängt diese Töne und wandelt sie wieder in computerlesbare Daten um. Die Daten werden dabei nicht kontinuierlich gesendet, sondern zu Paketen zusammengefasst, daher der Name Packet-Radio.
Viele Stationen arbeiten auf dem selben Kanal
Mit jedem Datenpaket wird (ausser den eigentlichen Nutzdaten) noch das Rufzeichen des Absenders und des Empfängers übertragen. Dadurch ist es möglich, dass mehrere Packet-Radio Verbindungen auf derselben Frequenz stattfinden ohne sich zu stören: Jeder Empfänger sucht sich aus der Vielzahl der mitgehörten Pakete nur diejenigen heraus, die für ihn bestimmt sind. Jeder Sender prüft, bevor er sendet, ob die Frequenz frei ist. Dadurch werden Kollisionen vermieden und die Frequenz kann für viele Benutzer gleichzeitig genutzt werden.
Übertragungsfehler ausgeschlossen
In den Datenpaketen sind Prüfsummen enthalten, die es ermöglichen, Übertragungsfehler zu erkennen. Nur 100% fehlerfreie Pakete werden vom Empfänger akzeptiert und auf dem Bildschirm angezeigt. Richtig empfangene Pakete werden bestätigt. Unbestätigte Pakete werden so lange wiederholt, bis sie fehlerfrei beim Empfänger angekommen sind.
Große Reichweite durch Digipeater
Der Packet-Radio-Verkehr kann direkt zwischen zwei Funkpartnern stattfinden. Zusätzlich können die Datenpakete jedoch auch über mehrere Zwischenstationen ("Digipeater") weitergereicht werden, was die Reichweite erheblich vergrößert. Beim klassischen 'digipeating' kann ein Datenpaket über bis zu 7 Zwischenstationen weitergereicht werden bis es beim Empfänger ankommt.
Das Packet-Radio-Netz
Was im Amateurfunk schon lange gebräuchlich ist wird nun Schritt für Schritt auch im CB-Funk verwirklicht: Die Packet-Radio-Knoten (Digipeater) werden vernetzt, durch intelligente Netzwerksoftware baut sich automatisch ein leistungsfähiges Datennetz auf, das von Jedermann benutzt werden kann.
Verbreiteter Standard
Packet-Radio wird seit fast 20 Jahren im Amateurfunk weltweit verwendet und hat sich tausendfach bewährt.
Einfacher Anschluss
Der Anschluss eines Packet-Controllers an das CB-Funkgerät erfolgt ohne Eingriff in das Gerät über die Mikrofon- und Lautsprecherbuchse. Nur 4 Leitungen sind nötig: Masse, Mikrofon, Lautsprecher und Sprechtaste.
Packet-Radio Modulation
Für FM-Funkgeräte ist die AFSK-Modulation (Audio Frequency Shift Keying) gebräuchlich. Ein NF-Ton wird in der Frequenz umgetastet und mit einem normalen FM-Funkgerät übertragen. Man verwendet die Bell 202 Norm mit den Tonfrequenzen 1200 und 2200 Hz. Vorteil: einfachster Anschluss an der Mikrofon- und Lautsprecherbuchse. Fast jedes FM-CB-Funkgerät ist geeignet, es sind keine Eingriffe ins Funkgerät notwendig. Es genügt, wenn man sich ein passendes Verbindungskabel zwischen dem Mikrofonanschluss des Funkgeräts und dem Packet-Radio-Controller anfertigt, das mit den Signalen Mikrofon, Lautsprecher, PTT, Masse belegt ist.
Was braucht man für Packet-Radio
Wir führen in unserem Sortiment PR-Modems, TNCīs, Funkgeräte und Zubehör unterschiedlicher Hersteller, mit verschiedenen Austattungen und Frequenzbereichen sowie in allen Preisklassen und für jeden Anwendungsfall.
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Was man mit Packet-Radio alles machen kann
Täglich um 20 Uhr trifft sich Klaus mit seinem Funkfreund Rudi auf Kanal 25. Die Unterhaltung erfolgt schriftlich: Beide sitzen vor dem Computer und lesen die Nachrichten der Gegenstation auf dem Bildschirm.
Im Katalog hat Stefan eine Werbung für eine neue Antenne gesehen. Wer hat schon Erfahrung mit diesem Modell gemacht? Er nimmt Verbindung zur Mailbox auf und sucht in der Rubrik "Antennen" nach Informationen. Zusätzlich schreibt er in die selbe Rubrik eine Anfrage: "Wer hat Erfahrungen mit der XYZ-Antenne...". Einige Tage später findet er Antworten auf seine Frage in der Box.
Michael ist begeisterter Motorradfahrer. Er richtet in seiner lokalen Mailbox die Rubrik "Motorrad" ein. Dort können sich alle Sportfreunde über dieses Hobby informieren und Nachrichten speichern, z.B. über Veranstaltungen, Ausflüge, Technik etc. Neu eingespeicherte Informationen sind ohne Verzögerung abrufbar.
Für Packet-Radio braucht man kein besonderes Funkgerät. Fritz verwendet ein billiges FM-Funkgerät und schließt den Packet-Controller einfach an der Mikrofonbuchse an.
Ingo gibt eine Clubzeitschrift heraus. Sein Freund Uwe hat auch einen Artikel geschrieben und sendet die Datei per Funk an Ingo, der den Text sofort in das Dokument einbaut.
Zwischen Udo und Karin ist eine Funkverbindung oft nicht möglich: Die Entfernung ist zu groß, außerdem sind beide durch einen Berg getrennt. Da jedoch auf dem Berg eine CB-Station mit Packet-Radio arbeitet, ist das kein Problem: Udo kann über die Relaisstation mit Karin schreiben.
Gerd hat eine Packet-Radio Funkverbindung mit Otto. Ralf beobachtet auf seinem Bildschirm den Funkverkehr zwischen den beiden und schaltet sich in die Verbindung ein, indem er zu Gerd und Otto eine Verbindung startet. Jetzt können alle drei miteinander schreiben.
Heinz will seine Freundin Elke zum Gartenfest einladen, kann sie aber über Funk nicht erreichen. Da sie ihren Packet-Controller immer auf Kanal 25 durchlaufen hat, kann er die Nachricht in ihrem TNC spei-chern. Wenn sie nach Hause kommt, schaltet sie den Computer ein und liest die Meldung.
Andreas möchte immer über alles informiert sein. Mit seinem Packet-Radio-Controller und einem PC-Programm liest er den Funkverkehr der benachbarten Packet-Stationen mit und speichert die Texte auf Diskette. Er kann sie dann später abrufen und auslesen.
Horst ist Packet-Radio-Neuling. Nachdem er seinen Packet-Controller eine Stunde im Empfangsbetrieb laufen hat, ruft er die Liste der gehörten Stationen ab und ist im Bilde, wer wann auf der Frequenz gefunkt hat. Er sucht sich eines der Rufzeichen aus der Liste aus und startet eine Datenverbindung.
Beim Sprechfunk ist es oft störend, wenn mehrere Stationen zur gleichen Zeit auf der selben Frequenz arbeiten. Bei Packet-Radio ist das kein Problem: Es kommen nur diejenigen Daten auf den Bildschirm, die für den Empfänger bestimmt sind. Ist der Kanal stark belegt, dann dauert die Übertragung etwas länger, aber Übertragungsfehler sind praktisch ausgeschlossen.
Zur Übertragung größerer Datenmengen verwendet man Pack-Programme, die die Dateien komprimieren. Textdateien werden dabei auf ca. 30% ihrer ursprünglichen Größe verkleinert und können beim Empfänger wieder entpackt werden, ohne dass Daten verlorengehen. Zusätzlicher Vorteil: wenn ein unerwünschter Mithörer nicht alle Daten fehlerfrei mitschreiben konnte, dann kann er die komprimierten Dateien meist nicht wieder lesbar machen.
Jens hat einen Laptop-Computer mit einem Packet-Radio-Controller im Auto eingebaut. Er kann so auf Dateien zugreifen, die er Zuhause im PC gespeichert hat. Von Zuhause aus kann man ihm per Datenfunk Nachrichten ins Fahrzeug senden.
Digitalisierte Bilder können als Dateien gespeichert und mit Packet-Radio übertragen werden.
Gerhards Packet-Radio-Controller ist rund um die Uhr in Betrieb. Er kann jederzeit Nachrichten empfangen und speichern, außerdem wird er von benachbarten Stationen als Relaisstelle benutzt. Der Stromverbrauch des Packet-Controllers ist sehr gering.
Viele Stationen haben ein intelligentes, selbstkonfigurierendes Packet-Radio Netz aufgebaut. Über einen Kanal stehen alle diese Stationen ständig in Verbindung, über einen anderen Kanal kann man einen der Knoten connecten und erreicht dann jede andere Station im Netz. Durch das intelligente Autorouting der TheNet und ThreeNet Knoten im Netz werden Lücken bei Ausfall eines Netzknotens durch automatische Wegesuche und Optimierung geschlossen.
Es gibt noch tausend andere Möglichkeiten, einen Packet-Controller einzusetzen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.